KI-Readiness-Selbsttest offen statt Lead-Gate

Viele "KI-Readiness-Tests" im Netz sind nur zur Hälfte Selbsttest. Ich habe mir in den letzten Tagen einige davon angesehen.

Dutzende sind online, auch von großen Beratungsmarken — und wer gerade Orientierung sucht, landet schnell bei einem davon. Zwei Tools bin ich stichprobenartig genauer durchgegangen.

Beim ersten geht es fünf Fragen scheinbar harmlos zu, dann kommt sie: *"In welchem Bereich brauchen Sie am meisten Unterstützung?"* Die Antwortoptionen decken sich auffällig genau mit den Beratungsangeboten des Anbieters. Das ist nicht falsch — aber es ist weniger Standortbestimmung als Lead-Qualifikation.

Beim zweiten kommt nicht einmal eine Frage. Vorher muss man Name, Firma, Rolle und Land angeben, dann wartet man. Ein Mensch entscheidet offenbar, ob man den Test machen darf. *"Self-Assessment"* heißt es trotzdem auf der Landingpage.

Das Muster dahinter: Viele dieser Tools helfen nicht zuerst dem Unternehmen, sich ehrlich einzuschätzen. Sie helfen zuerst dem Anbieter, einen Kontakt einzuordnen.

Ich habe bewusst versucht, einen KI-Readiness-Test offen zur Verfügung zu stellen — ohne Anmeldung, ohne E-Mail, ohne Rückruf. 21 Fragen in 7 Dimensionen: Problemfit, Daten, Prozesse, Führung, Wissen & Kultur, Wert, Governance. Auswertung sofort.

https://sixtyfour.solutions/ki-readiness-selbsttest/

Der Test soll bewusst offen und verbesserbar bleiben. Wer fachliche Ergänzungen oder bessere Fragen sieht: gerne als Kommentar.

← Alle Beobachtungen