KI-Radar — 31. März 2026
KI-generiert aus der täglichen Marktbeobachtung. Redaktionell kuratiert, aber nicht Satz-für-Satz lektoriert — zur Orientierung gedacht, nicht als zitierfähige Quelle.
Stanford zeigt, dass multimodale Modelle bis zu 80% ihrer Benchmark-Scores ohne Bild-Input erreichen, das EU-Parlament verabschiedet das Nudifier-Verbot — und Karsten Wildberger erklärt das 30-Jahres-Jobversprechen öffentlich für beendet.
Stanford „Mirage Effect“ entkernt multimodale Benchmarks
Multimodale Frontier-Modelle erzielen 70–80% ihrer Benchmark-Scores ohne jedes Bild-Input. Der Phantom-0-Benchmark dokumentiert 60–100% fabrizierte visuelle Details — in der medizinischen Domäne generiert KI Diagnosen wie STEMI, Melanom und Karzinom für Bilder, die gar nicht existieren. Für jede KI-Beschaffung im Gesundheitsbereich oder für multimodale API-Integrationen: Publizierte Scores sind nicht verlässlich, eigene Blind-Tests sind Pflicht.
HorizonMath setzt die Messlatte — GPT-5.4 Pro erreicht 7%
Der neue kontaminationssichere Mathe-Benchmark mit 100 ungelösten Problemen zeigt GPT-5.4 Pro bei 7%, Opus 4.6 und Gemini 3.1 Pro bei je 3%. Bemerkenswert ist weniger das absolute Niveau als die Größenordnung: Wer „Reasoning“ in Enterprise-Produkten bewirbt, sollte diese Werte als Realitätsanker in seinem Pitch einkalkulieren.
EU-Transparenz: Verhandlungsstand und geltende Pflichten trennen
Die damalige Parlamentsposition war ein Verhandlungsstand, keine bereits geltende pauschale Novemberfrist. Stand 8. September 2026 gilt Art. 50 grundsätzlich seit 2. August 2026. Anbieterpflichten zur maschinenlesbaren Markierung und Betreiberpflichten zur Offenlegung sind nach Inhaltsart und Ausnahmen getrennt zu prüfen. Für die Markierung nach Art. 50 Abs. 2 besteht bei vor dem 2. August in Verkehr gebrachten Systemen eine Übergangsfrist bis 2. Dezember 2026. Content-Produzenten sollten die jeweils einschlägige Pflicht, Verantwortlichkeit und technische Umsetzung dokumentieren.
Microsoft Copilot Wave 3 liefert „Model Council“
Die Researcher- und Critique-Funktion kombiniert Anthropic- und OpenAI-Modelle in Dual-Model-Review, ein „Model Council“ erlaubt Side-by-Side-Vergleich mehrerer Anbieter. 7-Punkte-Vorsprung gegenüber Perplexity im internen Benchmark. Für M365-Rollouts ist das die erste Generation Copilot-Features, die einen Multi-Vendor-Ansatz als Produktstärke einsetzt — Vendor-Lock-in-Argumente werden damit schwächer.
Wildberger erklärt das 30-Jahres-Jobversprechen für beendet
Karsten Wildberger (Bild am Sonntag): Programmierjobs fallen weg, das 30-Jahres-Jobversprechen ist vorbei, Lifelong Learning ist Pflicht, „nicht teilnehmen keine Option“. Das ist die klarste Positionierung eines DAX-CEOs zur KI-Jobtransformation bislang. Re-Skilling-Budgets bekommen damit politische Rückendeckung, die vor sechs Monaten noch schwer zu rechtfertigen war.
70% der Musikprofis nutzen KI, Rechtslage bleibt offen
Eine Sonarworks/Rolling-Stone-Erhebung zeigt: 70% der Musikprofis nutzen KI, über 50% der Sample-basierten Hip-Hop-Tracks sind laut Young Guru KI-generiert. Major Labels verfügen über keine zuverlässige KI-Musik-Erkennung. Audio-Content-Pipelines (Werbung, Branding, Produkt-Sonifikation) brauchen Supply-Chain-Klauseln in Lieferantenverträgen — kreative Zulieferungen sind nicht mehr ungeprüft einsetzbar.
Redaktionelle Präzisierung vom 8. September 2026
Die Datierung dieser Ausgabe bleibt erhalten. Quellenzuordnung und Handlungsempfehlungen wurden überprüft und präzisiert; die folgenden Quellen belegen die korrigierten Aussagen. Historische Marktangaben sind keine aktuellen Beschaffungs- oder Rechtsauskünfte.
EU-Kommission: Transparenzpflichten · Digital Omnibus: Übergangsregeln